SERVICE - Museumspädagogik

Interaktiver Museumsführer für das neue Albert-Weisgerber-Museum

Schüler/innen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums Sankt Ingbert haben im Rahmen eines kunstpädagogischen Projektes einen interaktiven, digitalen Museums-Führer für das neue Museum Sankt Ingbert entwickelt.

Initiiert wurde das innovative Kunst-Projekt, das Schule und Museum als Partner zusammenbringt, von der Albert-Weisgerber-Stiftung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien in Saarbrücken.

Das Albert-Weisgerber-Museum möchte mit diesem kunstpädagogischen Projekt Kinder und Jugendliche bereits in der Planungsphase des neuen Museums aktiv in den Gestaltungsprozess mit einbeziehen.

Die Kinder und Jugendlichen wurden im Rahmen des Projektes angeregt, eigene, kreative Ideen für einen digitalen Museums-Guide zu entwickeln.

Der neue Activ-Guide soll die Kunst des Malers Albert Weisgerber, der in der ständigen Sammlung des Museums präsent ist, für Kinder und Jugendliche auf lebendige Weise erlebbar machen.

Gemeinsam mit den Klang-Künstlern Katharina Bihler und Stefan Scheib vom Liquid Penguin Ensemble wurden von den Geschichten und Textcollagen der Kinder im Tonstudio originelle Hörspiele produziert. Zudem kann man künftig mit einem Kunstquiz die Sammlung des Museums in spielerischer Form erkunden.

Im Ergebnis entsteht ein interaktiver Museums-Guide mit zielgruppenspezifischen Vermittlungsebenen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, der im künftigen Museumsbetrieb Einzelbesuchern sowie auch Gruppen zur Verfügung steht.

Finanziell gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest eG sowie der Saarland-Sporttoto GmbH und dem Ministerium für Inneres, Kultur und Europa.

Arbeitskreis Museumspädagogik mit neuem Namen und neuem Vorstand


Am 16. Mai 2011 traf sich der Arbeitskreis Museumspädagogik Rheinland-Pfalz und Saarland zur Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung im Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Dr. Roger Münch, einem Rundgang durch die Dauerausstellung und der Vorstellung des museumspädagogischen Konzeptes standen einige grundlegende Themen auf dem Programm.
Wie zuvor schon Hessen, Rheinland - Westfalen und Bayern beschloss nun auch der AK Rheinland-Pfalz/Saarland sich in „Landesverband Museumspädagogik“ umzubenennen was seiner Gewichtung als Vertretung der Museumspädagogen in den Bundesländern bereits im Namen stärker Ausdruck gibt. Des weiteren wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der 2. Vorsitzende Dr. Ullrich Brand-Schwarz aus Herxheim und der Kassenwart Markus Groß-Morgen aus Trier schieden aus beruflichen Gründen aus. Die 1. Vorsitzende Sabine Geith bedankte sich für das langjährige ehrenamtliche Engagement der Kollegen und stellte gleichzeitig auch ihr Amt zur Verfügung. Als neuer Vorsitzender wurde der bisherige Schriftführer Sascha Boßlet vom Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen gewählt, Anne Kurtze vom Rheinischen Landesmuseum Trier ist neue Schriftführerin und Almut Neef vom Jungen Museum Speyer Kassenwartin. Sabine Geith ist nun 2. Vorsitzende des Landesverbandes und bleibt Vertreterin in der AG Barrierefreie Museen des Bundesverbandes. Ferner wurde der Arbeitskreis Website neu belebt, eine Fachtagung zum Thema „Hands-on“- im Herbst und eine stärkere Kooperation mit dem Regionalverband Baden-Württemberg beschlossen.

Nach einer Mittagspause mit Gelegenheit zum Austausch unter Kollegen und dem Kennenlernen neuer Mitglieder endete die Veranstaltung mit einer Führung durch die Keltenausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Ein Blick auf die Webseite des Landesverbandes lohnt sich, sie wurde überarbeitet, ein neues Redaktionsteam sorgt für die Aktualität. www.muspaed.de

Neuer 1. Vorsitzender Sascha Boßlet vom Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen

Arbeitsgruppe „Barrierefreie Museen“ des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V.


Die Arbeitsgruppe „Barrierefreie Museen“ wurde 1995 durch Mitglieder des Bundesverbandes Museumspädagogik e. V. gegründet. Es ist ihr Ziel, den Austausch unter Kollegen zu fördern, Fortbildungen zu organisieren und die Entwicklung der Museen zu barrierefreien Institutionen zu unterstützen. Sprecher der Arbeitsgruppe ist Folker Metzger, Bildungsreferent der Klassik Stiftung Weimar.

Ein erneutes Treffen der AG Barrierefreiheit des BVMP fand am 2. Dezember in Frankfurt (Schirn) statt. Themenschwerpunkte waren die Praxiserfahrungen verschiedener Museen für die Vermittlung für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen, aber auch der Austausch mit den Betroffenen. So waren auch Frau Sabine Lohner vom Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V. und Frau Gertrud Anna Hoffmann von der Initiative „Kunst nicht nur mit den Augen sehen“ zu Gast. Es stellte sich heraus, dass auch sehbehinderte und blinde Menschen den Besuch, gerade auch den eines Kunstmuseums, genießen und dass es Möglichkeiten gibt, ihnen Kunst als ganzheitliches Sinneserlebnis zugänglich zu machen.
Die Arbeitsgruppe hat beschlossen, sich zweimal jährlich zu treffen. Im Frühjahr 2011 folgt die AG der Einladung von Frau Birgit Tellmann von der Bundekunsthalle in Bonn, um sich noch einmal verstärkt mit den Bedürfnissen sehbehinderter Museumsbesucher zu beschäftigen. Im Herbst 2011 wird es im Landesmuseum Mainz im Besonderen um Menschen mit Hörbehinderung gehen. Die Arbeitsgruppe ist um weitere Mitstreiter dankbar.


Ursula Wallbrecher,
Landesmuseum Mainz

Astragale: Spielen mit Knochen


Die Henssen PaleoWerkstatt legt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland und dem Archäologiepark Xanten das erfolgreiche Astragale-Spiel wieder auf. Das schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern beliebte Spiel mit Sprunggelenksknochen wird nun in einer Kunststoffvariante für die museumspädagogische Arbeit oder den Museumsshop neu aufgelegt. Interessenten können sich ein unverbindliches Angebot  machen lassen und bis Januar bestellen.

Nähere Informationen: .pdf zum Download


Astragale: Spielen mit Knochen

Museumspädagogik einmal anders


Tholimus mit Tholix das Schaumberger Land erkunden

Die Museumspädagogin Sabine Geith hat gemeinsam mit der Gemeinde Tholey ein Spiel für Groß und Klein entwickelt. Ursprünglich als Element eines Museumskoffers geplant, vermittelt und vertieft es auf spielerische Art und Weise Wissenswertes über die Geschichte der Gemeinde Tholey. Als Würfelspiel konzipiert zeigt das Spielbrett alle zur Gemeinde Tholey gehörenden Ortsteile und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Nach dem Start am Tholeyer Rathaus gilt es nun diese zu erkunden und als erster am Ziel im Museum Theulegium anzukommen. Dabei kann es einem passieren, dass man auf einem Ereignisfeld, wie der Johann-Adams-Mühle vom Brot gestärkt einige Felder vorrücken darf, bei der Abtei St. Mauritius innehalten und eine Runde aussetzen oder einen Umweg über den Bohnentalwanderweg gehen muss. Vor jedem Zug müssen mittels Quizkarten Fragen zur Geschichte und Kultur der Region beantwortet werden, die für verschiedene Altersgruppen in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden formuliert sind. So eignet sich dieses Spiel nicht nur für Tholeyer Familien oder Urlauber, sondern auch für Lehrer, die so auf spannende Art das regionalgeschichtliche Wissen vertiefen oder überprüfen können, denn „Tholimus“ ist auch mit Klassen in Teams spielbar.

Als Spielfigur wird der Tholix eingesetzt, eine kindgerechte Gestaltung eines Keltenfürsten, dessen Steinrelief in der Abteikirche Tholey gefunden wurde. Auch Tholix begegnet man auf dem Spielfeld beispielsweise mit Napoleonshut im Hofgut Imsbach oder auch in der Grabungsstätte des Vicus Wareswald. Niko Leiß hat diese Figur entwickelt und künstlerisch gestaltet.Das Spiel kostet 14,80 Euro und ist im Rathaus Tholey, sowie in verschiedenen örtlichen Verkaufsstellen erhältlich.


Das Spiel Tholimus