PROJEKTE - "Schule und Museum"

Nachts im Museum


Für die Klasse 8e1 nicht mehr nur ein Filmtitel, sondern erlebte Realität verknüpft mit vielen interessanten Programmpunkten im Kastaniendorf Dörrenbach.

Am Freitag, den 27. August machte sich die Klasse 8e1 mit ihrer Klassenlehrerin Norma Hofmann auf nach Dörrenbach bei St.Wendel und wurde dort von 1. Vorsitzenden des Dörrenbacher Heimatbundes e.V., Herrn Reimund Benoist herzlich empfangen. In mühevoller Kleinarbeit haben auf dem Dachboden des Dorfgemeinschaftshauses die Mitglieder des Vereins über Jahrzehnte ein Heimatmuseum erster Güte entstehen lassen mit Exponaten aus der gesamten Region. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bestand zunächst darin, den Ausstellungsgegenständen die richtige Beschilderung zuzuordnen.

Danach begab man sich auf Ortserkundung. Mit Hilfe von kleinen Taschencomputern, auf denen eine Dorfrallye mit Fragen zu Gebäuden oder bestimmten Ereignissen installiert war, mussten sich die einzelnen Gruppen bei den Bewohnern erkundigen. Unter fachlicher Anleitung von Wolfgang Birk vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien fanden die Kinder die Lösungen zu allen Aufgaben und auch zum Zielpunkt, dem alten Bahnhof an der Ostertalbahn. Unterwegs gab es noch einen kleinen Abstecher zu einem Pferdehof, wo die Jugendlichen beim Striegeln, Misten und Füttern der Tiere helfen durften.

Fürs leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt, die Vereinsmitglieder hatten eigens ein Grillfest für die Gäste arrangiert, das zum Vergnügen aller mit einem großen Lagerfeuer beendet wurde. Anschließend marschierte die Gruppe zurück zum Übernachtungsort, dem Dorfgemeinschaftshaus.

Am nächsten Morgen begab sich die Klasse frisch gestärkt erneut zum Freizeitgelände, wo es eine Vorführung im Bogenschießen gab vom jüngsten Saarlandmeister in dieser Kategorie höchstpersönlich, dem 8-Jährigen Julius Schett. Sein Trainer Alfred Motsch erläuterte den Jugendlichen die Grundlagen dieses Sports, und wer sich traute, hatte Gelegenheit zum Ausprobieren unter fachlicher Aufsicht.

Alles in allem war dies ein erlebnisreiches und lehrreiches Wochenende für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Gersheim, die an diesem Modellprojekt teilnehmen durfte. Man kann nur hoffen und wünschen, dass noch weitere Projekte dieser Art für Schulen angeboten werden, denn durch solche Aktionen wird Geschichte und Heimat den Menschen wieder näher gebracht.

Schüler im Heimatmuseum Dörrenbach

"Freiwillige Ganztagsschule plus"


Die Serviceagentur „Ganztägig lernen.“ des Ministeriums für Bildung fördert die Kooperation von Schulen und außerschulischen Institutionen und Vereinen im Nachmittagsbereich. Dabei sucht die Serviceagentur dringend Kooperationspartner. Die Zusammenarbeit wird vom Ministerium zum Großteil finanziell getragen.

Fast alle saarländischen Grundschulen sind mittlerweile Freiwillige Ganztagsschulen (FGTS). Dabei steht neben einer warmen Mahlzeit und der Hausaufgabenbetreuung eine sinnvolle Gestaltung des Nachmittags durch außerschulische Träger im Vordergrund. Zahlreiche Sportvereine, Musikschulen, Theater, Ernährungsfachleute, Ergo- und Kunsttherapeuten bieten bereits Veranstaltungen in den FGTS an.

Das Ministerium für Bildung stellt jeder FGTS pro Halbjahr 1500,00 Euro für diese Projekte zur Verfügung. Dabei können Personal- und Materialkosten in Rechnung gestellt werden. Die anfallenden Fahrtkosten muss die Schule übernehmen.

Es sind Projekte gesucht, die mindestens fünf Nachmittage (1x wöchentlich), gern aber auch über einen längeren Zeitraum, ca. je 1,5 Stunden, laufen. Hier bietet sich auch den Museen eine Chance zur Kooperation mit den Schulen. Themen können über einen längeren Zeitraum und damit nachhaltig mit einer geschlossenen Gruppe, zum Beispiel als AG, bearbeitet werden. Mehrere Besuche während des Projekts im Museum lassen Kinder den besonderen Lernort erleben. Ein einmaliger Besuch im Museum am Ende des Projektes kann dieses sinnvoll abrunden und beschließen. Die Kinder können eine Beziehung zu „ihrem“ Museum aufbauen. Sie und ihre Familien können auf diese Weise längerfristig an ein Museum gebunden werden.

Hierbei besteht auch die Möglichkeit, mehrere Museen einer Region für ein halbjährliches Projekt zusammen zu schließen, so dass jedes Museum eine sinnvolle und leistbare Anzahl von Nachmittagen übernehmen kann.

Haben Sie Interesse für ihr Museum oder möchten Sie als Honorarkraft für ein Museum Projekte an Schulen durchführen?

Möchten Sie für Ihr Haus eine Beratung für ein Kooperationsprojekt?

Wenden Sie Sich an die Museumsberatung des SMV in der Geschäftsstelle in Ottweiler!